trialsport

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unser Motto: Trial ist geil !!!

Ich danke dem Autor Felix Krahnstöver und der Zeitung Trialsport, für die freundliche Genehmigung die folgenden Artikel auf meiner Seite wiederzugeben

Adrian - Baden Baden 2003

© mb - 2007

Trial - Link’s

Ich - Erlenbach 2005

Trial ist . . .

. . . Billard mit Motorrädern, hat mal einer gesagt. Ganz falsch ist das ja nicht, wenn man sieht, wie die WM-Kutscher mit ihren Geräten umgehen. Da muß auch alles passen, damit Roß und Reiter (die Kugel) am Ende auch an der richtigen Stelle ankommen. Oder was halten sie von "eine Aneinanderreihung von Beinahe-Unfällen" - auch das entspricht irgendwie der Wirklichkeit, wenn auch von einem anderen Standpunkt betrachtet.

Lange Rede kurzer Sinn: Trial ist Geschicklichkeitsfahrer über Stock und Stein, bei dem man die Füße nicht auf die Erde setzen darf. Es kommt also nicht auf die Geschwindigkeit an, es ist auch kein Kampf Mann gegen Mann, sondern der Versuch, schwierigste Geländepassagen mit dem Motorrad fehlerfrei zu bewältigen. Den Zuschauer begeistert die spielerische Eleganz, mit der das Vorderrad über die Hindernisse hinweggehoben wird, Geröllfelder durchfahren, Felsen überklettert und Steilhänge erklommen werden. Den Fahrer fesselt das erhebende Gefühl, mit der Maschine eine funktionierende Einheit zu bilden, Trial beschränkt sich nicht nur auf das reine Bedienen eines Motorrades, Trial ist mehr: nur die richtig koordinierten Körperbewegungen mit der entsprechenden, durch die Gashand gesteuerten Unterstützung des Motors ermöglichen es, die gestellten Aufgaben (Sektionen) durch überlegtes Ausnützen der physikalischen Gesetze fehlerfrei zu bewältigen. Und so ist Trial die geeignetste Vorschulung zur Beherrschung des Zweirades überhaupt.

Das ist noch nicht alles, Trial ist mehr: es ist die ideale Motorsportart, um Kindern und Jugendlichen einen spielerischen und lustvollen Umgang mit dem Kraftfahrzeug zu ermöglichen und gleichzeitig einen verkehrserzieherischen Einfluß auszuüben. Trial spricht darüber hinaus das technische Interesse nicht nur Jugendlicher an und bringt Lernprozesse in Gang, die Einsicht in den umfangreichen Funktionsablauf eines Kraftfahrzeuges gestatten und somit über die spezielle Technik einer Trialmaschine hinausgehen. Trial ist »die Wiege des Motorradsportes« nicht nur aus geschichtlicher Sicht, sondern es wird ein fahrtechnisches Wissen und Können verlangt und vermittelt, das den soliden Grundstein für praktisch jeden Motorsport legt. Ein Trialfahrer ist in anderen Motorradsportarten nicht gleich der Schnellste, aber einer der Sichersten und Umsichtigsten, weil er durch die Trialerei alle Fahrtechniken kennt und beherrscht. Unter Veranstaltungsbedingungen zeichnet ihn das situationsbezogene, abwägende und doch entschlossene Handeln unter Berücksichtigung der eigenen Fähigkeiten aus, das für einen Gleichgewichtsfanatiker unabdingbar ist. 

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Trial als Hobby und
Freizeitbeschäftigung . . .

. . .  ist keine nach starren Regeln ablaufende Normsportart in vorgefertigten Sportstätten. Es ist vielmehr vergleichbar den Anfängen 1909- 1914 in Schottland: »Da will ich versuchen, hinaufzukommen«. Daran hat sich nichts geändert.

Vielleicht hat sich die Aufgabe gewandelt, man sucht sich Kehrenkombinationen aus, Stufen, Steilstiche usw. Das Hinaufkommen und Schaffen allein - wie früher - ist das Ziel, und die Füße sollen dabei auf den Rasten bleiben. Und so verabreden sich die Hobby-Trialer in aufgelassenen Steinbrüchen, Sandkuhlen oder anderem, als Übungsplatz ausgewiesenem Gelände bezeichnenderweise nicht zum Training, sondern - liebevoll - zum »Mopedfahren«. Nicht selten kann man sich einen ganzen Nachmittag an einer Sektion vergnügen, weil immer wieder neue Varianten herausfordernd ins Auge springen. Es ist eine Spielform, bei der die Aufgabe jeder frei für sich selbst, seinen Vorstellungen und Fähigkeiten entsprechend, bestimmt - idealer geht es kaum!

Trial ist auch in anderer Hinsicht eine freie Sportart : Jahres- und Tageszeit sind egal, und das Wetter muß ohnehin kein Hindernis sein. Denn was für Kinder gilt, trifft auf den Trialer ebenfalls zu: wer konzentriert spielen kann, ist auch in der glücklichen Lage, alles um sich herum zu vergessen - welch erholsamer Zustand! 

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Trial als Wettbewerb

»Es ist Aufgabe des Sports, den spielerischen Ausgleich zur Arbeitswelt zu suchen, um im freien Spiel der Kräfte die Grenzen der eigenen Person zu weiten«, sagte Pierre de Coubertin, als er 1894 die neuzeitlichen Olympischen Spiele zum Leben erweckte. Nun, dieser Forderung wird die selbst ausgesuchte Sektion des Hobby-Trialers ohne Zweifel bis zu einem gewissen Grade auch gerecht, ohne daß dafür ein Wettbewerb mit starren Regeln nötig wäre. Doch wir leben nun einmal im Wettstreit miteinander und werden diese Form des Leistungsvergleiches wählen, wenn uns der Sinn nach mehr als nur »Mopedfahren« steht. Auch das Trial als Sportveranstaltung, nach bestimmten Regeln ausgetragen (ohne die es leider nicht geht), bleibt auf regionaler Basis immer noch der von Pierre de Coubertin geforderte »spielerische Ausgleich zur Arbeitswelt«. Und auch wenn Deutschlands Spitzenfahrer miteinander trainieren, können sie sich das »Mopedfahren« nicht ganz verkneifen - also selbst hier bleibt das Spielerische nicht auf der Strecke.

Obwohl der Trialer allein mit der Maschine versucht, die Sektionen im Sinne des Reglements fehlerfrei zu bewältigen, ist er doch nicht allein: seine Kollegen schauen zu, während er fährt, er kann sich beim Inspizieren der Sektion, bei der Wahl der richtigen Spur usw., mit ihnen unterhalten, Meinungen auszutauschen - oder den neuesten Witz erzählen. Trial bleibt auch in Wettbewerbsform eine gemütliche, familiäre und überaus beschauliche Art der Freizeitgestaltung. Der Grund: keiner steht unter zeitlichem Druck. Lediglich eine vom Veranstalter vorgegebene und reichlich bemessene Gesamtfahrzeit sorgt für organisierten und geregelten Ablauf.

Es wird Sie nicht wundern, daß auch der Trialsport als Wettbewerb nicht ohne Bürokratie lebt - leider, muß man mit Nachdruck hinzufügen. Doch wer Veranstaltungen fahren möchte, sollte über gewisse Zusammenhänge Bescheid wissen:

Der Trialsport ist Motorsport im weitläufigsten Sinne und untersteht den verschiedenen Motorsportorganisationen. Der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) ist die nationale »Behörde«, die wiederum Mitglied in der »Feddration Motocicliste Internationale« (FIM = Motorradsport-Weltverband) ist und für den lizenz- und genehmigungspflichtigen Sport verantwortlich zeichnet. Der DMSB wird gebildet aus dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC) und dem Deutschen Motorsport Verband (DMV). Die einzelnen deutschen Motorsportvereine, in denen Motorsport getrieben wird und von denen auch die Veranstaltungen organisiert und durchgeführt werden, sind entweder dem ADAC, dem DMV oder auch dem ADMV (neue Bundesländer) angeschlossen.

Gerade auf dem Trialsektor haben sich lizenzfreie (lf, über 18 Jahre) und Jugendveranstaltungen (ju, bis 18 Jahre) sehr zahlreich etabliert und bilden heute eine breite und gesunde Basis. (lizenzfrei heißt, daß sie nicht beim DMSB anzumelden und nicht von ihm von ihr zu genehmigen sind.) Wer an einer solchen Veranstaltung teilnehmen möchte, braucht nur eine Maschine, ein paar Stiefel, einen Schutzhelm und ca. 10,00 €  Startgeld mitzubringen. Einfacher und unkomplizierter kann man mit keinem anderen Motorsport beginnen. Da die meisten Veranstaltungen auf nichtöffentlichem Gelände stattfinden, sind weder Führerschein noch Motorradzulassung erforderlich, lediglich der Nachweis einer Haftpflichtversicherung muß erbracht werden, sie kann aber auch am Start für wenige Mark abgeschlossen werden. Auf lf-Basis werden praktisch alle regionalen Meisterschaften ausgetragen. Auch Pokalwettbewerbe, die sich auf geografische Gebiete, wie Alpen, Schwarzwald-Bodensee, Heide usw. erstrecken, ermittelt man in diesen Veranstaltungen.

Da es im Trialsport nun einmal nicht um Geschwindigkeit geht, gibt es auch kein Langsam oder Schnell, sondern nur ein Leicht oder Schwer. Damit jeder durch die angebotenen Sektionen ausreichend ge- aber auch nicht überfordert wird, erfolgt eine Einteilung in unterschiedliche Leistungsklassen. Es geht bei den Anfänger los über die Fortgeschrittenen und Spezialisten zu den Experten. Um das gerade in den letzten Jahren erweiterte Leistungsspektrum auch künftig unter einen Hut zu bekommen, wird mit der Klasse »Neulinge« der Einstieg für wirkliche Anfänger erleichtert.

Man könnte es bereits für bürokratische Auswüchse halten, doch bitte lassen Sie sich dennoch nicht gleich abschrecken, denn es geht noch weiter: Da bleibt der genehmigungspflichtige Sport, für den eine vom DMSB ausgestellte Fahrerlizenz nötig ist. Ferner braucht man dazu einen Führerschein und eine für den Straßenverkehr zugelassene Trialmaschine (nur, wenn die Strecke über öffentliche Wege führt!), die aber den Anforderungen eines Wettbewerbs entsprechend vorbereitet werden darf. Es geht hier mit der B-Lizenz los, die über die zuständige ADAC-Sportabteilung oder DMV-Landesgruppe beim DMSB zu beantragen ist. Zu den Veranstaltungen, die für die Süddeutsche, Norddeutsche oder Deutsche Meisterschaft zählen, muß eine schriftliche Nennung abgegeben werden, man bekommt eine Startgenehmigung und ist mit dabei.

Die Veranstaltungen selbst unterscheiden sich von den lf- und ju-Trials durch einen höheren Schwierigkeitsgrad, eine größeren Zahl Sektionen pro Runde und längere Zwischenstrecken, Denn neben den B-Lizenzlern, die leistungsmäßig der Expertenklasse im lf- und Jugendsport entspricht, starten hier auch die A-und I-Lizenzler. Ein A-Lizenzler ist einer, der so gut geworden ist, daß er bei den B-Lizenzlern nichts mehr zu suchen hat, und I-Lizenzler kann man unabhängig von der erbrachten Leistung dann nach einem Jahr A-Lizenz-Besitz werden. Mit dieser internationalen Lizenz darf man dann auch an Weltmeisterschaftsläufen (WM) teilnehmen und Weltmeister werden.

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